Witterungsverlauf im Sommer und im August 2026Mit dem August endet für die Meteorologen auch der Sommer, der in diesem Jahr überaus sonnig, heiß und trocken ausfiel: Ein Jahrhundertsommer nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes und der wärmste in Baden-Württemberg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Zur Beurteilung eines Sommers werden üblicher Weise auch die Anzahl der Sommertage verglichen. In Balingen-Heselwangen dem Sitz der Wetterstation brachte ein durchschnittlicher Sommer (Durchschnitt 1991 – 2020) in den drei Sommermonaten Juni, Juli und August 38,2 „Sommertage“ (25 Grad und mehr) und darin enthalten 9,6 „Hitzetage“ (30 Grad und mehr) hervor. In diesem Jahr kamen aber in diesen Zeitraum 67 „Sommertage“ und 37 „Hitzetage“ zusammen. Dabei steuerten der Juni 17, der Juli 27 und der August 23 „Sommertage“ bei. Mit diesen Werten wird er in der Anzahl der Sommertage nur noch vom Sommer vom Jahr 2003 mit insgesamt 74 Sommertagen übertroffen – doch mit 37 „Hitzetagen“ hat aber der diesjährige Sommer deutlich die Nase vorne – 2003 kann „nur“ 24 Tage mit 30 und mehr Grad vorweisen. Bei der Temperatur erreichte der diesjährige Sommer mit 21,2 Grad Durchschnittstemperatur ein Plus von 3,5 Grad zum Durchschnittswert der Vergleichsperiode (1991 – 2020) von 17,7 Grad. Wobei der August mit 21,8 Grad der durchschnittlich wärmste Monat in diesem Jahr war. Der seit 1991 bisher wärmste Sommer von 2003, mit einer Durchschnittstemperatur von 20,8 Grad, wurde vom diesjährigen somit deutlich auf Platz zwei verwiesen. Die „kältesten“ in der Vergleichsperiode waren die Sommer von 1993 und 1996 mit jeweils 16,0 Grad Mitteltemperatur. Die höchste Temperatur wurde in diesem Sommer und wohl auch vom ganzen Jahr 2026 am 27. Juni mit 37,6 Grad gemessen. Das ist auch die höchste Temperatur, welche seit Bestehen (seit 1979) an der Station registriert wurde. Bis dahin hielt der 27. Juli 1983 mit 37,0 Grad Celsius den Temperaturrekord. Was den Niederschlag anbelangt, so fielen in den Sommermonaten von diesem Jahr insgesamt nur 97,3 Liter pro Quadratmeter: Alle Sommermonate fielen viel zu trocken aus. Zur Monatsniederschlagsumme steuerte der Juni dieses Jahres 26,9 Liter (anstatt 91,8 l/qm durchschnittlich) , der Juli 21,1 Liter (anstatt 99,4 l/qm) und der August 49,3 Liter (anstatt 83,9 l/qm) bei. Mit diesem Wert fehlen dem Sommer 2026 statistisch betrachtet zum Durchschnittswert in der Vergleichsperiode mit 275,1 Liter/Quadratmeter rechnerisch 177,8 Liter zum Durchschnittswert, oder anders ausgedrückt: es hat nur 35% des Üblichen geregnet. Die Natur litt sehr unter dieser Trockenheit – das Gras verdorrte und die Obstbäume ließen ihre noch kleinen Früchte in einer Notreife fallen. Die Landwirte haben große Ernteeinbußen zu verzeichnen. Im diesjährigen Sommer schien in allen Sommermonaten auch die Sonne reichlich. Hier steht dem Durchschnittswert von 706,1 Stunden eine Sonnenscheindauer in diesen drei Monaten von 911,3 Stunden gegenüber – ein sattes Plus also von 204,2 Stunden, wobei der Juni 289,4, der Juli 352,0 und der August 269,9 Sonnenstunden beisteuerten. Doch beim Sonnenschein hält der Sommer vom Jahr 2022 mit 981,2 Stunden weiterhin den Rekord in der Vergleichsperiode. Insgesamt betrachtet: Ein Jahrhundertsommer – sonnig, heiß und trocken – doch nicht unerwähnt soll bleiben: der Zollernalbkreis blieb auch von schlimmen Unwettern während der ganzen Sommerperiode verschont. Witterungsverlauf im August 2026Der Südwesten Deutschlands erlebte einen außergewöhnlich warmen August. So auch bei uns. Mit 21,8 Grad C liegt die Temperatur an der Station in Balingen-Heselwangen um 3,7 Grad über dem Klimamittel. Damit wurde der diesjährige nur vom August 2003 um zwei Zehntelgrade übertroffen und wurde damit zum zweitwärmsten August im Vergleichszeitraum und auch seit 1980 - dem Messbeginn an der Station. Die an der Station erfassten Wetterdaten belegen dies.Im aktuellen Vergleichszeitraum (1991 – 2020) gerechnet, war es bei uns im August durchschnittlich 18,1 Grad warm, an Niederschlag fielen im Schnitt 83,9 Liter pro Quadratmeter, und die Sonne schien durchschnittlich 232,6 Stunden. Durchschnittlich gab es im genannten Zeitraum im August auch 13,8 „Sommertage“ mit 25 und mehr Grad und 4,1 „Hitzetage“ mit 30 und mehr Grad. Der August 2026 bringt es zum Vergleich auf eine Mitteltemperatur von 21,8 Grad – also um 3,7 Grad zu warm, auf 49,3 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – ein Fehl somit von 34,6 l/qm (59% des Durchschnittswerts) und 269,9 Sonnenscheinstunden – ein Plus von 37,3 Stunden (116%). „Sommertage“ wurden heuer 23 gezählt und es gab 15 „Hitzetage“. – genau so viel, wie im bisherigen Rekordhalterjahr, im August 2003 mit ebenfalls 15 „Hitzetagen“. Der August setzte zum Monatsanfang das Ende Juli herrschende heiße und trockene Sommerwetter fort. Bis zum 20. des Monats war jeder Tag ein sogenannter „Sommertag“, das heißt die Temperatur stieg an all diesen Tagen bis auf mindestens 25,0 Grad an. Im gleichen Zeitraum wurden auch 14 sogenannte „Hitzetage“ registriert. Um diese Bezeichnung zu erhalten, muss die Temperatur auf mindestens 30,0 Grad an diesen Tagen klettern. Doch im diesjährigen August gab es auch noch 4 „Sehr heiße Tage“ auch „Wüstentage“ genannt mit 35 und mehr Grad. Der heißeste Tag vom August wurde der 14. mit 35,7 Grad Celsius. In den ersten zwei Dritteln des Monats fiel auch so gut wie kein Niederschlag – nur 6,1 Liter pro Quadratmeter dafür hatte der Sonnenschein schon 92 % des Monatssoll von 232,6 Stunden erfüllt. Schuld, wenn man so will, an der Hitze und Trockenheit in dieser Zeit, hatten mehrere aufeinanderfolgende Hochdruckgebiete, welche regenbringende Tiefs fernhielten und heiße Luft aus Spanien heran führten. Im letzten Monatsdrittel wurde die sommerliche Wärme erträglicher und es regnete auch des Öfteren. Einen kräftigen Guss mit 18,7 l/qm gab es 21. August. Am gleichen Tag stürzte die Tageshöchsttemperatur auf 17,6 Grad ab – am Tag davor wurden noch 28,7 Grad registriert. Weitere nennenswerte Niederschläge mit 15,9 l/qm am 28. und 6,6 l/qm in der Nacht zum Monatsletzten fielen aus Gewitterwolken an diesen Tagen. In den letzten 10 Tagen des Monats war es dann auch nicht mehr so heiß – es wurden „nur“ noch 3 „Sommertage“ und nur noch 1 Hitzetag – der 27. August – mit 32,3 Grad – registriert. Wetterdaten von Hechingen (517,5 m ü. NN) August 2026 Monatsmitteltemperatur: + 21,8 Grad Maximumtemperatur: + 36,0 Grad am 14.08.2026 Minimumtemperatur: + 6,7 Grad am 23,08.2026 Monatsniederschlagsumme: 50,9 mm Höchster Tagesniederschlag: 19,8mm (am 28.08.2026) Sommertage: 26 Tage Hitzetage: 16 Tage Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) Noch ein paar weitere Zahlen aus und für die Statistik von der Station Balingen-Heselwangen: Die Monatsdurchschnittstemperatur des August 2026 betrug plus 21,8 Grad Celsius. Vergangenes Jahr war der August durchschnittlich 18,3 Grad warm, und der Durchschnitt seit 1991 bis 2020 weist für den August plus 18,1 Grad aus. „Sommertage“ (25 und mehr Grad) wurden im diesjährigen August 23 registriert – durchschnittlich sind es 13,8 „Sommertage“. Auch vier „Heiße Tage“ oder „Hitzetage“ mit 30 und mehr Grad gibt es durchschnittlich im August - heuer wurden dreimal mehr – nämlich 15 gezählt: Der heißeste Tag im August war der 14. mit 35,7 Grad. Die tiefste Temperatur wurde am 23. mit 7,5 Grad gemessen. Regentage, mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter, wurden 6 registriert und in der Summe kamen 49,3 Liter zusammen. Im Jahr 2025 waren es 81,0 Liter, und im Durchschnitt (1991 – 2020) regnete es bei uns 83,9 Liter im August. Nebel wurde im August keiner beobachtet, und nennenswert gewittert hat es auch nur an 3 Tagen. Wind mit mindestens Windstärke 6 (39 km/h und mehr) wurde an 5 Tage registriert. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation Stunden, im August des Jahres 2025 waren es 271,3 Stunden und seit 1991 bis einschließlich 2020 sind bzw. waren es durchschnittlich im August 232,6 Sonnenscheinstunden. Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer registriert. Karl-Heinz Jetter |