In der Witterungsbilanz fiel der März 2025 zu warm, recht sonnig und
viel zu trocken aus. Schnee fiel im ersten Frühlingsmonat des Jahres
nur noch an einem Tag, doch es gab noch 14 Tage mit Frost. Zur Einordnung: Im Durchschnitt der aktuellen Vergleichsperiode (1991 – 2020) war es bei uns im März plus 4,8 Grad warm/kalt, an Niederschlag in Form von Regen oder Schnee fielen durchschnittlich 49,4 Liter pro Quadratmeter, und die Sonne schien durchschnittlich 148,9 Stunden. Der März 2025 brachte es dagegen auf eine Mitteltemperatur von plus 5,7 Grad Celsius (+ 0,9 Grad zu warm). An Niederschlag fielen in diesem Jahr nur 23,0 Liter (47%) Niederschlag, und die Sonne schien 172,6 (116%) Stunden. Mit dem Niederschlagswert von „nur“ 23,0 Litern pro Quadratmeter wurde der März 2025 zum „Sechsttrockensten“ seit dem Jahr 1979 und somit seit dem Bestehen der Station. Der in diesem Zeitraum den Spitzenplatz für die Trockenheit einnimmt, dies ist der März aus dem Jahr 2012 mit einer Monatsniederschlagssumme von nur 11,9 l/qm – der nässeste März in diesem Zeitraum war übrigens der aus dem Jahr 1988 mit 147,5 l/qm. Zu Beginn des Monats und somit auch zu Beginn des „Meteorologischen Frühlings“ bescherte Hoch „INGEBORG“ auch uns tagsüber sonniges und trockenes Vorfrühlingswetter. Nachts dagegen wurde es noch empfindlich frisch. Am 4. März war Fastnacht – einen Tag zuvor wurde die tiefste Temperatur des Monats mit minus 5,6 Grad am Boden und minus 4,1 Grad Lufttemperatur (in 2 Meter Höhe) gemessen. Am 9. März zeigte das Thermometer dagegen plus 18,4 Grad als Tageshöchsttemperatur an. Tagesgänge (Differenz der Temperatur zwischen Tagestiefst- und Tageshöchstwert) von bis zu 20 Grad Celsius waren in dieser Zeit keine Seltenheit. Zusammengefasst wurden im ersten Monatsdrittel schon 83,7 Sonnenscheinstunden aber nur 0,3 Liter Niederschlag registriert. Mit Beginn des zweiten Monatsdrittels wurden die Abstände zwischen den Tagestiefst- und Tageshöchstwerten kleiner und es kam etwas Regen auf. Hoch "Ingeborg" hatte sich nach Osteuropa zurückgezogen und machte die Bahn frei für eine Runde Tiefdruck mit Zentrum vor der iberischen Küste. Dessen Ableger bestimmten nun zunehmend auch unser Wetter und brachten aus Südwesten auch etwas Regen und ließen die Temperaturen allmählich zurückgehen. Im Laufe der weiteren Tage gelangte langsam von Norden her kühlere Meeresluft auch in unseren Raum. Dementsprechend sanken die Werte nun auch langsam immer weiter ab und erreichten um die Monatsmitte herum nur noch einstellige Werte. Im zweiten Monatsdrittel kamen wenigsten 12,4 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen – aber auch „nur“ 45,4 Stunden Sonnenschein. Am 16. März schneite es zur Mittagszeit – zu wenig aber, um eine geschlossene Schneedecke auszubilden. Am 20. März war in diesem Jahr astronomischer oder kalendarischer Frühlingsbeginn. Das Datum richtet sich nach der Lage der Sonne von der Erde aus betrachtet. Nur zweimal im Jahr steht die Sonne senkrecht über dem Äquator - in diesen Momenten werden beide Erdhälften gleichmäßig beschienen, und Tag und Nacht sind genau 12 Stunden lang. Dann beginnt der kalendarische oder astronomische Frühling bzw. Herbst. Der 20. März war in diesem Jahr ein angenehmer Frühlingstag. Die Temperatur kletterte bis auf den Monatshöchstwert von 19,5 Grad, und die Sonne schien an der Station 11,4 Stunden. Trotzdem war der März bis dahin um 0,6 Grad zu kalt. Zur Erinnerung: Im Jahr 2024 grünte und blühte es allenthalben schon am 20. März – die Natur war damals dem durchschnittlichen Frühlingsbeginn um rund 14 Tage voraus. Das letzte Monatsdrittel im diesjährigen März war zweigeteilt. Die ersten 5 Tage recht sonnig, trocken und frühlingshaft angenehm – danach mehr trübe und auch mit etwas Regen vermischt. Der März 2025 endete mit mehr kühlen als warmen und mehr trüben als sonnigen Tagen. Trotzdem begann es nun auch in diesem Jahr zu grünen und zu blühen.
Noch ein paar weitere Zahlen für die Statistik: Die Monatsdurchschnittstemperatur des März 2025 betrug plus 5,7 Grad - vergangenes Jahr waren es plus 7,7 Grad, und im Durchschnitt seit 1991 bis 2020 war es bei uns im März plus 4,8 Grad warm/kalt. Im März 2024 wurden noch stattliche 14 Frosttage registriert, im Jahr 2024 gab es dagegen nur einen Frosttag. Regentage mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden in diesem Jahr nur 6 gezählt - in 2024 waren es 13, und in der Summe kamen heuer auch nur 23,0 Liter zusammen. Im Jahr 2024 regnete es im März 74,7 Liter, im Durchschnitt der Vergleichsperiode (1991 – 2020) sind es 49,4 Liter. Schnee fiel in diesem März nur an einem Tag. Zur Bildung einer geschlossenen Schneedecke reichte dieser Schneefall aber nicht aus. Nebel gab es im März 2025 an 3 Tagen, und der Wind frischte nur an zwei Tagen bis auf Windstärke 6 (39 und mehr km/h) auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation 172,6 Stunden - im Jahr 2024 waren es 152,7 Stunden und im Schnitt seit 1991 - 2020 sind es bzw. waren es 148,9 Sonnenscheinstunden. Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer registriert. Karl-Heinz Jetter |