Witterungsverlauf März 2013

Witterungsverlauf im März 2013


Winterfrust statt Frühlingslust bescherte uns das diesjährige Märzenwetter. Aus dem Monat im Lenz wurde ein Märzenwinter mit einer geschlossenen Schneedecke an 15 Tagen und noch 21 Tagen mit Frost. Und im Nachklang zu überaus warmen und "grünen Weihnachten 2012" gab es mal wieder "weiße Ostern".

Zu kalt, aber auch zu dunkel und zu trocken war das diesjährige Märzenwetter, denn im Durchschnitt der Vergleichsperiode (1981 - 2010) ist es bei uns im März durchschnittlich plus 4,3 Grad warm/kalt, an Niederschlag in Form von Regen oder Schnee fallen durchschnittlich 57,8 Liter pro Quadratmeter, und die Sonne scheint (1991 - 2010) durchschnittlich 136,6 Stunden. Der diesjährige März brachte es dagegen auf eine Mitteltemperatur von nur plus 1,9 Grad Celsius, 40,1 Liter Niederschlag und auch nur 118,7 Sonnenscheinstunden. Zur Erinnerung: Der März des Jahres 2012 hatte rund doppelt so viel Sonnenschein wurde mit 239,4 Stunden zum sonnenscheinreichsten in der Vergleichsperiode.

Doch zum Monatsanfang gab es noch Hoffnung auf einen lieblichen März. Nach dem zu kalten Februar wurde es tagsüber von Tag zu Tag wärmer - die Schneedecke - noch vom Februar her - schmolz ab, und die Sonne zeigte sich am 4. des Monats schon über 10 Stunden lang. Am 7. März wurde dann die Monatshöchsttemperatur von plus 16,9 Grad erreicht und die Frühblüher blickten hoffnungsvoll der Sonne entgegen. Doch die Hoffnung trog. Genau eine Woche später - am 14. März - war es am kältesten vom ganzen Monat. Minus 9,7 Grad Celsius zeigte da das Minimumthermometer an. Der Regen in den Tagen davor wurde nun wieder durch Schnee ersetzt.

In den Folgetagen wurde es zwar wieder etwas wärmer, aber vom erhofften Frühlingswetter weit und breit keine Spur.

Im letzten Monatsdrittel - und pünktlich zum Beginn des kalendarischen Frühlings - kehrte der Winter dann mit all seinen Unannehmlichkeiten nochmals zurück. Jetzt war wieder jeder Tag ein Frosttag, und am 25. und 26. März kam ganztägig die Temperatur nicht über Null Grad hinaus - solche Tage werden als Eistage bezeichnet. Zum Frost hinzu schüttete in der Karwoche dann Frau Holle nochmals vermehrt ihre Betten, und so lag zum Messtermin am Morgen jeweils eine geschlossene Schneedecke. So auch am Ostersonntag - dem Monatsletzten - mit 3 cm Schnee auf Stationshöhe und gerade mal plus 1,5 Grad als Tageshöchsttemperatur. Diese Wetterverhältnisse luden nicht gerade zu einem Osterspaziergang ein. Zur Erinnerung: Am Heiligen Abend des Jahres 2012 war die Tageshöchsttemperatur plus 17,9 Grad und am ersten Weihnachtsfeiertag plus 15,7 Grad. Heuer also weiße Ostern - die letzten waren am 23.03.2008. So musste - und dies trotz der Uhrenumstellung auf die Sommerzeit - der Osterhase in diesem Jahr als Schneehase zu den Osternester der Kinder hoppeln.

Noch ein paar weitere Zahlen für die Statistik: Die Monatsdurchschnittstemperatur des März 2013 betrug plus 1,9 Grad. Vergangenes Jahr lag die Durchschnittstemperatur bei plus 7,2 Grad, und im Durchschnitt seit 1981 bis 2010 war es bei uns im März plus 4,3 Grad warm/kalt. Zusammengezählt wurden im März noch 21 Tage mit Frost registriert. Eistage, an denen das Thermometer ganztägig unter null Grad anzeigt, gab es in diesem kalten März noch zwei. Regentage mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden 13 gezählt, und in der Summe kamen 40,1 Liter zusammen. Im Jahr 2012 fielen im März ganz wenig, nämlich nur 11,9 Liter, doch im Durchschnitt der Vergleichsperiode (1981 - 2010) sind es immerhin 57,8 Liter.

Abgesehen von ein paar Flocken hat es auf Stationshöhe im letztjährigen März nicht geschneit - in diesem Jahr an 12 Tagen, was zu einer geschlossenen Schneedecke an 15 Tagen führte. Nebel gab es an 6 Tagen und der Wind frischte an 3 Tagen mindestens bis auf Windstärke 6 (39 und mehr km/h) auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation "nur" 118,7 Stunden - im Jahr zuvor war es der Rekordwert von 239,4 Stunden und im Schnitt seit 1991 - 2010 sind es 136,6 Sonnenscheinstunden.

Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer, registriert.

Karl-Heinz Jetter