Witterungsverlauf Dezember 2009

Witterungsverlauf im Dezember 2009


Die Temperaturspanne reichte im Dezember von plus 11,1 Grad bis minus 18,3 Grad. Es gab damit im Dezember den kältesten Tag im Jahr 2009, der Monat hatte 19 Frosttage und 8 Eistage (ganztägig unter Null) und an 15 Tagen einen geschlossene Schneedecke. Trotzdem war der Monat nur um 3 Zehntelgrade kälter als üblich und trotzdem gab es wieder mal keine "Weiße Weihnacht". Durchschnittlich (seit 1979 gerechnet) ist es bei uns im Dezember 1,3 Grad warm, an Niederschlag fallen im Monat 62,8 Liter auf den Quadratmeter, und die Sonne scheint 63,5 Stunden. Der diesjährige Dezember weist dagegen eine Durchschnittstemperatur von plus 1,0 Grad, 82,7 Liter Niederschlag und 58,9 Sonnenscheinstunden aus.

Das erste Monatsdrittel fiel deutlich zu warm aus. Fast an jedem Tag im ersten Monatsdrittel blieben die Tag- und Nachttemperaturen über der Frostgrenze. Am 6. Dezember wurde die Monatshöchsttemperatur mit 11,1 Grad registriert. Dazu gab es noch ausreichend Regen.

Ganz anders das zweite Monatsdrittel. Am 13. Dezember wurde der erste Eistag registriert. Sieben weitere Tage, an denen ganztägig die Temperatur unter Null Grad bleibt, sollten folgen. Ab dem 12. bedeckte auch eine geschlossene Schneedecke die Flur auf Stationshöhe. Dann die Nacht zum 20. Dezember. Bis dahin sollte der 20 Februar mit 14,6 Grad der kälteste Tag des Jahres 2009 sein. Jetzt aber überflügelte ihn der letzte kalendarische Herbsttag deutlich. Um 04.50 Uhr in der Frühe zeigte das Thermometer minus 18,3 Grad in der Luft und minus 20,0 Uhr am Boden an.

Zum Winteranfang schneite es dann und die Schneedecke wuchs auf 10 cm an. Parallel dazu kletterte die Temperatur wieder in den Plusbereich und es begann zu tauen. In der Frühe des Heiliegen Abens zeugten dann nur noch Schneeflecken von der weißen Pracht, und mitten in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag kletterte die Temperatur bis auf 10,5 Grad.

Also auch in diesem Jahr wieder keine "Weiße Weihnacht" - wenn man sie so definiert, dass dazu am Heiligen Abend und am 25. und 26. Dezember Schnee liegen muss. Bis ins Jahr 2003 muss man zurückblättern, um von weißen Weihnachten in diesem Sinne berichten zu können - in den Jahren dazwischen lag an Weihnachten auch kein Schnee. Heuer zeugten an Heiligen Abend klägliche Reste und der Schneefall ab dem Abend des ersten Feiertages von der ersehnten weißen Pracht. Der zweite Weihnachtsfeiertag dann ein sonniger Tag mit 7 Stunden Sonnenschein und einer hauchdünnen Schneedecke auf Stationshöhe. Die letzten Tage im Dezember waren dann tagsüber recht mild und teils windig und verregnet. Das Jahr 2009 endete mit einem vom Vollmond beschienen Himmel und plus 3,3 Grad Celsius um Mitternacht.

Noch ein paar Zahlen für die Statistik: Die Monatsdurchschnitts- temperatur des Dezembers 2009 betrug plus 1,0 Grad. Im Jahr 2008 Jahr lag sie bei plus 0,3 Grad, und im Durchschnitt seit 1979 bis 2008 war es bei uns im Dezember plus 1,3 Grad warm/kalt. Frosttage wurden 19 registriert und Eistage, an denen das Thermometer ganztägig unter null Grad anzeigt, gab es insgesamt acht. Regentage mit einem oder mehr als einem Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden 18 gezählt, und in der Summe kamen 82,7 Liter zusammen. Im Jahr 2008 waren es im Dezember 42,1 Liter, und im Durchschnitt seit 1979 - 2008 sind es 62,8 Liter. Geschneit hat es an 15 Tagen, und eine geschlossene Schneedecke wurde ebenfalls an 15 Tagen registriert. Nebel (Sichtweite unter 1 km) gab es auf Stationshöhe an 1 Tag, und der Wind frischte an 8 Tagen mindestens bis auf Windstärke 6 (39 und mehr km/h) auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation 58,9 Stunden lang, im Dezember von 2008 waren es 71,6 Stunden und im Schnitt seit 1990 sind es 63,5 Stunden.

Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer, registriert.
Karl-Heinz Jetter